Meditation für alle

Meditation für alle

Hey du! Ja, du!

Du wolltest doch bestimmt schon immer mal meditieren?!?

Ich hab lange mit unterschiedlichen Meditationspraktiken gehadert…

Immer gab es etwas was mich gestört hat:

  • Wörter rezitieren, die ich nicht verstehe
  • Religiöser Klimbim, der nicht zu meinem Weltbild passt
  • Meinen Atem kontrollieren

… und vieles mehr

Deshalb gebe ich dem ganzen einen neuen Spin und du machst mit!

Fangen wir mit dem ‘Warum’ an:

Stell dir vor das Leben wäre keine Tragödie, sondern eine Komödie. Du reagierst nur noch auf die Reize, auf die du reagieren willst und zwar so, wie du magst. Du lehnst dich in deinem Oberstübchen einfach zurück. Selbst dann, wenn deine Konditionierung dir sagt, dass du jetzt mal richtig ausrasten musst.

Oder einfach gesagt:

Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion. In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit
Zitat von Dr. Victor Frankl

Die beiden wichtigsten Bestandteile dieses Zitats sind ohne Zweifel ‘Reiz’ und ‘Reaktion’.

Reiz

Im Alltag werden wir so oft ge-reiz-t, dass wir die Reize meist nicht einmal mehr bemerken. Unsere Sinne nehmen einen Reiz auf und “BÄM! Holland in Not”.

Hast du schon mal versucht blind Völkerball zu spielen? Macht sicher keinen Spaß. Wenn man etwas kommen sieht hat man die Chance auszuweichen, sonst leider nicht.

Und hier liegt der erste Schatz vergraben: du kannst lernen zu beobachten. Du kannst bemerken, sobald ein trigger gezogen wird.

Wenn du das merkst, kannst du entscheiden was DU willst. Du hast dann Selbst-Verantwortung, bist selbstverantwortlich. Hieraus erwächst auch gleichzeitig deine Freiheit.

Dann ist hätte, wenn und aber - alles nur gelabber…

Hier handelt es sich um Achtsamkeit.

Ich definiere Achtsamkeit ganz einfach: Achtsamkeit ist Atemkonzentration. Denk mal zurück an den letzten Augenblick an dem du achtsam warst. Du hast versucht alles andere auszuschalten, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren, über einen ruhigen beständigen Atem den Moment zu erleben.

Achtsam werden, um die Reize zu spüren

Schon alleine in der einfachen Beobachtung liegt ein sehr grosser Wert.

Reaktion

Wie würdest du denn reagieren wollen?

Erst einmal möchte ich ‘selbst-bewußt’ reagieren und auch hier im wahrsten Sinn des Wortes. Mir selbst bewusst sein, über meine Reaktion. Nicht von der Macht der Emotion wie ein Jojo durch die Welt gewirbelt zu werden.

Wenn ich ausgeruht, entspannt und gut gelaunt bin, dann würde ich doch immer mit einer Prise Liebe reagieren. Es hat doch eigentlich gar keiner Bock diese schlechten Gefühle in sich zu haben. Jeder von uns möchte doch eigentlich in einem harmonischen Zustand leben, nur komisch was wir manchmal daraus machen.

Hier zu gibt es einen schönen Begriff, er nennt sich Gleichmut.

Ich bemerke einen Reiz. Nun kann ich mit auf innerer Ausgeglichenheit beruhende Gelassenheit (Gleichmut) reagieren oder nicht. Voll und ganz bewußt entscheiden

Warum solltest du also meditieren?

Du kannst Achtsamkeit und Gleichmut durch Meditation erlernen und dadurch aus der unbewussten Reaktion in die bewusste Aktion, ins Pro-Aktive, kommen.

Ja, aber wie?!?

Meditation ist ein gelebter Erkenntnisprozess. Dieser ist auch harte Arbeit und wenn du hart arbeitest, solltest du richtig arbeiten…

Und am besten arbeiten kannst du, wenn du die Ablenkungen möglichst gering hältst:

  • mach bitte KEINE Atemübungen wie z.B. extra tief oder flach atmen
  • nutze bitte KEINE Worte wie z.B. ich atme ein oder ich atme aus
  • nutze bitte KEINE Gedankenbilder wie z.B. ruhig sein wie ein See
  • nutze bitte KEINE Mantras wie z.B. OM
  • nutze bitte KEINE Namen wie z.B. den des/der Gründer/in einer Bewegung oder Religion
  • nutze bitte KEINE Formeln

Beobachte ‘einfach’ nur den normalen von selbstablaufenden Atem!

Wenn du gerade anfängst mit meditieren, dann such dir einen Ort an dem du nicht gestört wirst. Der Ort sollte drinnen sein, schliesse die Fenster und dunkel ihn ein wenig ab. So dass deine Sinne wenig Ablenkung erfahren. Such dir eine Sitzposition, in der du für die Länge der Meditations sitzen kannst. Wenn du Schmerzen oder Spannungen durch das Sitzen bekommst, dann pass deine Position an - nichts ist in der Meditation schlimmer, als sich 45 Minuten auf dein eingeschlafenes Bein zu konzentrieren.

Und jetzt… Los geh üben! Nie mehr warten! Atmen!

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Lass mich wissen, wie es dir gefallen hat.

Nächstes Mal spreche ich drüber, worauf man bei diesem Erkenntnisprozess achten sollte.

Möge die Macht mit dir sein!